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Der letzte Akt eines Mythos
Vor 600 Jahren wurde der Deutsche Orden vernichtend geschlagen – Litauen feiert das Datum bis heute
  Date: 2010-07-15
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RUSSLANDS NACHBARN

Für das deutsche Geschichtsempfinden kommen die Kreuzritter gleich nach den Mammuts. Ihre mittelalterlichen Schlachten scheinen irgendwann in grauer Vorzeit stattgefunden zu haben und ohne Bezug zum Heute zu sein. Ganz anders ist das in Litauen. Die Schlacht von Tannenberg, bei der eine vereinigte polnisch-litauische Streitmacht vor 600 Jahren, am 15. Juli 1410, den Deutschen Orden besiegte und dessen Expansion nach Osten stoppte, gehört zu den wichtigsten historischen Daten im Kalender. Der runde Jahrestag wird mit besonders viel Emphase begangen werden.

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Land ohne Volk
Statistisch hören in Russland jeden Tag drei Orte auf zu existieren
  Date: 2010-07-14
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REGIONEN RUSSLANDS

Russland verstädtert. Und wo es nicht verstädtert, da verödet es. Das zumindest legen offizielle Zahlen aus dem Ministerium für regionale Entwicklung nahe. Demnach verschwanden seit 1990 rund 23.000 vorwiegend kleinere Orte von der Landkarte – im Schnitt drei pro Tag. Eine Landflucht ohnegleichen? Ganz so eindeutig sind die Statistiken dann auch wieder nicht.

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Bilanz einer Dekade
Geglückte Projekte, verpasste Chancen – ein Blick auf zehn Jahre Petersburger Dialog
  Date: 2010-07-13
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ZEITGESCHEHEN

Am Petersburger Dialog, dessen zehnte Auflage vom 13. bis 15. Juli in Jekaterinburg stattfindet, scheiden sich die Geister. Von den einen als unersetzlicher Teil der deutsch-russischen Partnerschaft gepriesen, von anderen als Quasselbude verschmäht. Was hat der Dialog bewirkt? Welche Projekte hat er angestoßen und nachhaltig unterstützt, welche Initiativen versandeten? Hier lesen Sie eine gewiss unvollständige Bilanz.

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Schutz und Trutz
Gericht gibt Verteidigern kirchlicher Symbolik gegenüber kritischer Kunst Recht
  Date: 2010-07-12
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GESELLSCHAFT

Die beiden Organisatoren der Ausstellung „Verbotene Kunst – 2006“, Andrej Jerofejew und Jurij Samodurow, wurden von einem Moskauer Gericht Mitte Juli zu Geldstrafen verurteilt. Die Vorwürfe der Richterin gegen Jurij Samodurow und Andrej Jerofejew, die die konsum- und kirchenkritische Ausstellung „Verbotene Kunst 2006“ organisiert hatten, klangen monströs: Die gläubigen Bürger seien durch die ausgestellten Bilder, Jesus mit Mickey Mouse und eine Ikone gefüllt mit Kaviar, einer „psycho-traumatischen Einwirkung“ ausgesetzt worden. Der Staatsanwalt forderte jeweils drei Jahre Arbeitslager für die Organisatoren der Ausstellung, die im März 2007 im Moskauer Sacharow-Zentrum, einem Treffpunkt der Moskauer Menschenrechtsszene, gezeigt wurde.

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Tödlicher Idealismus
Im Kampf gegen Aids sind in Russland sterile Spritzen wichtiger als Kondome
  Date: 2010-07-11
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ZEITGESCHEHEN

Die 18. Weltaidskonferenz Mitte Juli in Wien beschäftigt sich insbesondere mit der Ausbreitung der Immunschwächekrankheit in Osteuropa. Die Zahlen sind besorgniserregend. Allein in Russland ist über ein Prozent der Bevölkerung HIV-positiv. Jährlich sterben etwa 35.000 Menschen an Aids. Die Hilfsorganisationen kämpfen gegen das Image der Krankheit sowie gegen Hürden im russischen Gesundheitssystem und in der Politik.

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Resistent gegen Turbulenzen
Der russische Arbeitsmarkt widersteht der Krise besser als erwartet
  Date: 2010-07-10
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WIRTSCHAFT
Inmitten der russischen Krisen-Horrormeldungen sticht eine Kennziffer heraus: die Arbeitslosenstatistik. Hier steht Russland im Vergleich gut da. Selbst auf dem Höhepunkt der Krise betrug die Arbeitslosenquote knapp neun Prozent, etwa drei bis vier Prozentpunkte mehr als in konjunkturell besseren Zeiten. Die Ursache für die positiven Signale: Der Arbeitsmarkt reagiert seltener mit Entlassungen, dafür mit Kurzarbeit, Zwangsurlaub, Lohnkürzungen oder -aufschub.
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Stecknadel im Heuhaufen
Seriöse Ehevermittlungsagenturen sind in Russland rar gesät
  Date: 2010-07-09
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GESELLSCHAFT

Noch immer hält sich bei so manchem Deutschen das Vorurteil, dass russische Frauen äußerst folgsam und wenig anspruchsvoll seien. Bei nächstbester Gelegenheit würden sie ihrem perspektivlosen Land mitsamt Freunden und Familie den Rücken kehren, so die Vorstellung. Obgleich es in der Vergangenheit viele Russinnen gab, die ihr Land aufgrund wirtschaftlicher Gründe mit ihrem Ehepartner verließen, hat sich die Situation doch erheblich verändert. Doch es gibt sie noch, diese Männer, die all ihre Hoffnungen in osteuropäische Ehevermittlungszentren setzen und Agenturen beauftragen, um eine Partnerin zu finden. Die MDZ hat sich auf dem diesem Markt umgeschaut.

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Mithören erlaubt
Die Staatsduma ist für Besucher zugänglich – organisatorisches Talent vorausgesetzt
  Date: 2010-07-08
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POLITIK

Ochotnyj Rjad Nummer 1. Dieser Ort ist in aller Munde, doch kaum jemand vermag zu sagen, wie er von innen aussieht: das Gebäude der Staatsduma, in dessen Mauern die obersten Gesetzgeber der Nation ihrer Arbeit nachgehen. Dabei gibt es auch im russischen Parlament Besuchszeiten für Neugierige, sowohl für einfache Bürger als auch für Ausländer. Welche Hürden hierfür zu überwinden sind und was den Besucher hinter den Wänden des grauen Gebäudes erwartet, fand die MDZ heraus.

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Chagall soll umziehen
Die Zukunft der neuen Sammlung der Staatlichen Tretjakow-Galerie ist weiterhin ungewiss
  Date: 2010-07-07
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FEUILLETON

Die Sammlung moderner Kunst der Staatlichen Tretjakow-Galerie am Krimskij-Wall zieht in ein neues Gebäude. Und der alte Klotz gegenüber dem Gorki-Park wird abgerissen. So lautet der Plan. Fehlen nur noch Menschen, die ihn verwirklichen. Gesucht werden ein potenter Investor und ein Architekt, der sowohl Museumsfachleute als auch die Moskauer Bevölkerung überzeugt.

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Schmutzige Wäsche
Pestizide und Schwermetalle fließen ungeklärt in die Newa
  Date: 2010-07-06
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WIRTSCHAFT

Die Newa ist nicht nur der Stolz St. Petersburgs, sie ist auch die Trinkwasserquelle für alle Bewohner der Stadt und Tausende in ihrer Umgebung. Der Fluss ist allerdings so stark verschmutzt, dass die Umweltschutzorganisation Greenpeace das Projekt „Saubere Newa“ gegründet hat. Die Mitglieder haben zahlreiche Wasserproben getestet. Das Ergebnis ist sehr bedenklich.

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