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Wintersport im Kampfgebiet
Tschetscheniens Berge sollen Urlauber anlocken - sobald dort nicht mehr geschossen wird
MDZ 2010-02-01
Autor: Tino Künzel
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Die tschetschenische Regierung hat angekündigt, die Argun-Schlucht im Süden der Teilrepublik als Feriengebiet zu erschließen. Schon im kommenden Sommer solle mit dem Bau eines Urlaubsortes begonnen werden, berichten russische Medien. Geplant sind Hotels, Pensionen und Sanatorien für in- und ausländische Touristen. Die Berglandschaft zu beiden Seiten des Argun-Flusses ist von Grosnyj aus in weniger als einer Stunde mit dem Auto zu erreichen und eigne sich besonders für den Wintersport, aber auch zum Angeln, Reiten, Jagen und Fahrradfahren, hieß es aus Regierungskreisen.


Ende Dezember hatte Präsident Ramsan Kadyrow den Filmregisseur Fjodor Bondartschuk und den tschetschenischen Unternehmer Ruslan Bajssarow auf eine Besichtigungstour eingeladen und um Unterstützung für das Projekt geworben. Auch Russlands Nationales Olympisches Komitee will die Gegend nun in Augenschein nehmen.


In der Argun-Schlucht hatten während des Tschetschenien-Kriegs erbitterte Kämpfe stattgefunden. Bis heute sind die Berge ein Rückzugsgebiet für die Freischärler um Guerilla-Führer Doku Umarow. Kadyrow erklärte Mitte Januar, mit diesen „Ratten“ werde man „ein für allemal aufräumen“. Die Militäroperation leitet Adam Delimchanow. Dass der als Tatverdächtiger für den Mord am ehemaligen tschetschenischen Bataillonskommandeur Sulim Jamadajew in Dubai international zur Fahndung ausgeschrieben ist, scheint dabei kein Hindernis zu sein.
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