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Finanzkrise macht Führungspersonal rar
Die Personalvermittlung in Russland ist für westeuropäische Firmen nach wie vor schwierig
MDZ 2009-05-25
Autor: Scherl & Partner
Foto: www.kommunikationserfolg.de
[Druckversion]


Mit gegenwärtig rund 4 600 in Russland tätigen Unternehmen ist Deutschland der stärkste ausländische Investor in der Russischen Föderation. Voraussetzung für einen erfolgreichen Markteintritt und ein dauerhaftes Bestehen auf dem russischen Markt ist eine intensive Auseinandersetzung mit den Besonderheiten vor Ort. Die Erschließung des russischen Marktes für ausländische Unternehmen gilt weiterhin als schwierig, insbesondere im Bereich der Personalfrage. Dauerhafter Erfolg wird nur mit geeigneten und gut motivierten Mitarbeitern möglich sein.


Obwohl sich deutsche Unternehmen und deutsche Produkte auch weiterhin großer Beliebtheit in Russland erfreuen, muss einem potenziellen russischen Mitarbeiter doch etwas mehr geboten werden als lediglich die Aussicht, in einem renommierten deutschen Unternehmen tätig sein zu können. Qualifizierte Bewerber sind auf dem Arbeitsmarkt nicht frei verfügbar, sie müssen gezielt gesucht werden. Die Suche, Auswahl und Motivation von geeigneten und bezahlbaren Kandidaten ist eine Aufgabe, die in Russland durch einen vor Ort erfahrenen internationalen Personalberater durchgeführt werden sollte. Im Suchprozess ist das Wissen um interkulturelle Besonderheiten entscheidend. Immer noch wichtigstes Kriterium, um einen Arbeitnehmer für ein Unternehmen gewinnen zu können, ist die Entlohnung.


In Moskau und zum Teil auch in St. Petersburg haben die Löhne in bestimmten Bereichen westliches Niveau bereits erreicht, zuweilen auch schon überschritten. Allein die Tatsache, dass in Moskau für eine anständige 1-Zimmer-Wohnung in Metronähe am Stadtrand 1 000 US-Dollar bezahlt werden müssen (im Zentrum sind dies mindestens 1 500 US-Dollar), ein einigermaßen ordentlicher Kindergartenplatz mindestens 700 US-Dollar kostet, sind Fakten, die verdeutlichen, dass man für 1 000 US-Dollar nur sehr schwer eine gut motivierte Sekretärin mit Fremdsprachenkenntnissen finden und langfristig an das Unternehmen binden kann – geschweige denn erfolgreiche Vertriebsmitarbeiter. Ein guter Verkäufer mit Fremdsprachenkenntnissen kann heute in Moskau ohne weiteres ein Monatsgehalt in Höhe von 2 000 bis 3 000 Euro (netto) erwarten. Hinzu kommt ein erfolgsabhängiger Bonus, nicht selten in etwa gleicher Höhe. In den Regionen ist das Gehaltsniveau zwar noch deutlich niedriger als in der Hauptstadt, doch auch hier sind in Industriezentren wie Nowosibirsk oder in der neuen „Boomtown“ Sotschi deutliche Anstiege zu verzeichnen. Dies gilt gerade für qualifizierte und erfahrene Spezialisten.


Wie wirkt sich die globale Finanzkrise auf die Personalsuche bei hoch qualifizierten Spezialisten und Führungskräften aus?


Scherl & Partner, ein deutscher Personaldienstleister mit Spezialisierung Russland und Osteuropa, ist nun seit mehr als zehn Jahren als Personalberatung und Personalvermittlung in Russland und Osteuropa tätig und gehört somit auch zu den Pionieren im Russland- und Osteuropageschäft. Zu den Schwerpunktländern gehören Russland mit der Metropole Moskau, die Ukraine und Tschechien mit eigenen Büros und Niederlassungen in Moskau, Kiew und Prag. Die momentan vorherrschende Krise brachte auf dem Arbeitsmarkt keine sonderliche Erleichterung, im Gegenteil. Viele deutsche und ausländische Unternehmen unterschätzen gerade in der jetzigen Situation das Personalproblem, besonders wenn es sich um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte handelt. Zwar gibt es derzeit bei zahlreichen Unternehmen Massenentlassungen und deutliche Personalausdünnungsprozesse, betroffen ist davon aber vor allem leicht austauschbares Personal, was damit breit auf dem Markt verfügbar wird.


In der jetzigen Situation setzen Unternehmen alles daran, ihre Spitzenkräfte an das Unternehmen zu binden und die Finanzkrise mit den Top-Kräften zu überdauern. Während viele Unternehmen im Zuge ihrer Expansion der vergangenen Jahre ihr Personal ausgeweitet hatten, geht es in Zeiten der Krise bei der Personalrekrutierung eher um den Austausch von Mitarbeitern durch bessere Kräfte. Diese auf dem Markt auszumachen, wird in zunehmend zu einem Problem. Hinzu kommt eine große Verunsicherung bei den abzuwerbenden Kandidaten. Die Wechselbereitschaft ist zum Beispiel in Tschechien durch die Finanzkrise so gering wie noch nie zuvor während unserer Geschäftstätigkeit. Die Stimmung folgt dabei dem Motto: Lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach. Erhöhte Unsicherheit über den neuen Arbeitgeber, Angst vor dem Wohnortwechsel und oft mehrmonatige Probezeiten schrecken die Kandidaten von einem Wechsel derzeit stärker ab denn je.


Für unser Geschäft ist das natürlich eine große Herausforderung, da sich unsere Auftraggeber in Zeiten der Finanzkrise auch mit absoluten Top-Angeboten stärker zurückhalten. Liegt die normale Abwerbequote bei 50 Prozent, ist sie durch die Finanzkrise auf weniger als 25 Prozent anzusetzen. Verstärkt wird das klamme Personalangebot dabei durch deutlich gestiegene Anforderungen bei international aufgestellten Unternehmen in Osteuropa. Wurden anfangs stets deutsche Führungskräfte entsandt, so werden in Russland, Tschechien und anderen Ländern Osteuropas längst nicht nur die Positionen im unteren und mittleren Segment mit einheimischen Mitarbeitern besetzt. Vermehrt werden auch für die Führungspositionen in den osteuropäischen Tochtergesellschaften und Unternehmen Einheimische rekrutiert.


Die Zeit der Expatriates ist vorbei. So sind in den vergangenen Jahren viele Initiativbewerbungen von Russlanddeutschen oder ehemaligen DDR-Bürgern für eine Vermittlung auf dem russischen Markt eingegangen. Vermitteln konnte Scherl & Partner bisher keinen von ihnen. So machte Scherl & Partner auch Führungskräften, die lange in Westeuropa tätig waren und in Folge der Krise in Osteuropa anheuern wollten, keine großen Hoffnungen auf einen guten Job im Osten. Mittlerweile ist in der Region eine neue selbstbewusste und hochqualifizierte Generation herangewachsen, die das Phänomen der Expatriates zunehmend verdrängt. Länderkenntnis und Fremdsprachenkompetenz sind in Führungspositionen bei großen Unternehmen kein Einstellungskriterium mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit. Wenn dann interkulturelle Besonderheiten hinzukommen, wird die Personalwahl noch zusätzlich verschärft: Während für einen Russen eine Strecke von über 1 000 km einem Tagesausflug gleicht, können für einen Westeuropäer 50 km schon eine unüberbrückbare Distanz darstellen.


Ein bei der Personalsuche wachsendes Problem ist weiterhin ein nachlassendes Interesse osteuropäischer Spitzenkräfte an einer Einstellung in einem ausländischen Unternehmen und stattdessen der wachsende Wunsch, für ein heimisches Unternehmen zu arbeiten. Für Berufsanfänger und Studienabgänger sind ausländische Arbeitgeber vor allem für den Einstieg ins Berufsleben sehr interessant und begehrt. Erfolgsorientierte russische Mitarbeiter mit mehrjähriger Erfahrung in westeuropäischen Unternehmen setzen nun aber immer häufiger ihre Karriere in einem russischen Unternehmen fort.


Über verschiedenste Kanäle kann in Russland Personal rekrutiert werden: Es können Anzeigen und Inserate in einschlägigen Zeitungen und im Internet geschaltet werden oder die Dienste von Online-Anbietern in Anspruch genommen werden. Als Alternative zu diesen Möglichkeiten bietet sich – vor allem, um die erwähnten Probleme bei der Personalsuche zu bewältigen – die Kooperation mit einem kompetenten und seriösen internationalen Partner vor Ort an. Für den Erfolg bei der Personalsuche ist dies gerade in Russland besonders wichtig, denn nicht die Produkte, sondern die Menschen machen die Geschäfte.




SCHERL & PARTNER, GmbH

Direktsuche von Fach- und Führungskräften

Tel.: +420 724/205 616

Fax: +420 2/572 160 64


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Tel./Fax: +7 495/642 43 93

Bureau Kiew: Tel./Fax: +380 44 240 63 44

E-Mail: russia@scherl-partner.com

www.scherl-partner.com
Kommentare (2)
2009.06.15 steel
es mag "Werbegeschwafel" sein. Oder auch nicht,denn ich merke selbst wie schwer es ist, in Moskau wieder eine Arbeit zu finden als Ausländer! Obwohl ich 15 Jahre da gelebt und gearbeitet habe und dann aber fälschlicherweise nach Deutschland zurückging. Und das liegt nicht nur an der "Krise"...
2009.06.01 celsius
was für ein werbegeschwaffel. Dieser Beitrag sollte als Werbung klar gekennzeichnet werden.
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