Die von der Wirtschaftskrise besonders stark betroffene Ukraine hat Schwierigkeiten, ihre Gas-Rechnungen zu begleichen. Anfang Juli konnte sie erst in letzter Minute einen fälligen Betrag von 200 Millionen Euro an den russischen Staatskonzern Gasprom bezahlen und damit eine erneute Gaskrise abwenden. Denn jetzt müssen die Ukrainer die unterirdischen Gasspeicher für den Winter auffüllen. Bleiben die Tanks leer, ist die Weiterleitung des Rohstoffs Richtung Westeuropa unmöglich. Gasprom droht mit einem neuen Lieferstopp, falls Kiew nicht zahlen sollte. Die nächste Rechnung muss schon im August bezahlt werden. Der IWF stellt nun die dritte Tranche eines an bestimmte Auflagen gebundenen Kredits in Aussicht. Trotzdem machen sich die Europäer auf das „Schlimmste gefasst“.