Es wird alles so sein wie immer am 9. Mai, nur noch monumentaler, mit noch mehr Pathos und Pomp und Stahl. Russland bereitet sich schon jetzt auf den 65. Jahrestag der deutschen Kapitulation im Zweiten Weltkrieg vor. Ende Februar haben die Proben für eine Militärparade begonnen, die wieder einmal die größte in der postsowjetischen Geschichte zu werden verspricht, größer als die anderen größten in den letzten Jahren. Ist es wirklich das Gedenken an den Krieg und das Kriegsende, das solche Superlative nötig hat? Eine Umfrage.
Auf Ihr Posting vom 7. des Vormonats kann ich nur entgegnen, dass ich es bei einer ernsthaft geführten Diskussion auf alle Fälle unterlassen würde, den mehr als zweifelhaften Autor "Gregory Klimov" (1918-2007, geb. in Novoc`erkask,1947 übergewechselt in den Westen, später in die USA, und dort Zuarbeiter der CIA)zu zitieren, nicht einmal Auszugsweise.
Sie Stellen die Behauptung auf, jeder Russe mit "Augenmaß" wisse, wem er den Ausbruch des fürchterlichen Krieges von Juni ´41 bis Mai ´45 zu verdanken hat ??? Meinen Sie etwa, die damalige Sowjetunion hätte diesen Krieg selbst provoziert ? Mit dieser Meinung stehen Sie in der Welt wohl einzigartig da!
Weiters behaupten Sie, gut die Hälfte der ca. 26 Millionen Menschen, die beim Überfall der Faschisten auf die damalige UdSSR (unser heutiges Gastland) unter teilweise grausamsten Bedingungen ihr Leben gegeben haben, seien "hausgemacht".
In meinen Augen eine UNGEHEUERLICHKEIT, die ihresgleichen sucht !
Nun zu den "unvoreingenommenen jungen russischen Historikern". Solche unbedarften jungen Leute mag es wohl allenthalben geben. Welches Institit, welche Uni im Lande, welche sonstige Organisation würde auch einen Menschen einstellen, der gegen den derzeitigen Mainstream schwimmt? Sie wissen schon: Erst kommt das Fressen und danach die Moral".(B. Brecht)
Deshalb: "Eigenartiges Geschichtsverständnis" orte ich vor allem und zu allererst bei Ihnen selbst.
Ich würde es deshalb vorziehen, die Diskussion mit Ihnen nicht mehr fortzusetzen und wünsche Ihnen noch alles Gute ! - Max Franz, Linz/D. & Niz´nij Tagil
2010.05.07 S. Randolf
Eigenartiges Geschichtsverständnis und das trotz neuer Forschungen gerade, der Russen zu dem "heimtückischen" Überfall auf die ahnungslose SU. Dabei bedarf es doch gar keiner neue Erkenntnisse, den wie schrieb schon 1952 ein gewisser Gregory Klimow in seinem Buch "Berliner Kreml" auf Seite 58; der Kreml kannte die Angriffspläne und Kräfteverhätnisse der deutschen Wehrmacht besser als das deutsche Oberkommando, aber er beschloss die Politik der "anfänglichen Misserfolge" was das im Klartext heißt? von den 26 Mio. toten Russen, hätte nicht mal die Hälfte sterben müssen, auf gut deutsch gesagt waren die meisten toten Russen Hausgemacht.
Und noch eines, jeder Russe der über ein gewisses Augenmaß verfügt weiß "wem" die Deutschen und Russen, diesen fürchterlichen Krieg zu verdanken hatten.
Lesen sie mal was unvoreingenommene junge russ. Historiker alles in den letzten Jahren herausgefunden haben, das raubt ihnen ihren Schlaf, versprochen!
Genau diese Typen zündeln jetzt wieder.....
2010.04.05 Maximilian Franz
Geehrter Herr S. Randolf,ich nehme Ihre Entgegnung zur Kenntnis,möchte aber anmerken,dass,wenn mir als Deutschen /Österreicher von (un)informierter russischer Seite erklärt würde, welch große Humanisten die Deutschen doch seien, bei mir dennoch ein ganz kleines Alarmglöckchen klingeln würde... .
Waren es doch dieselben "großen Humanisten", die unserem gemeinsamen zeitweiligen Gastland aus "Raumnot" einen Krieg aufgezwungen haben,der beinahe 26 Millionen Sowjetbürgern das Leben gekostet hat,die hunderttausende zur Zwangsarbeit in´s Reich verschleppt haben und die gesamte Bevölkerung als "Untermenschen" apostrophierten.
Wenn Sie weiters Ihre Gastgeber nicht auf eine fehlende oder mangelhafte Zivilgesellschaft oder auf nicht präsenten Tierschutz u. dgl. mehr hinweisen und sich mit Kritik an dem von ihnen selbst gewählten Präsidenten zurückhalten, dann werden sie die Gastfreunschaft der Russen auch in Zukunft nicht über Gebühr strapazieren,und Ihnen wird weiterhin "kein böses Wort entgegengebracht werden".
Ich erlaube mir daher, Ihren Kommentar mit Achtung ad acta zu legen und verbleibe. - Max Franz /Linz
2010.03.25 S. Randolf
Mein lieber Herr Franz,Hitler war Österreicher,den hättet ihr behalten können.
Der Artikel ist nicht tendenziös sondern sehr ausgewogen.
Von Russland lieber Franz, haben Sie, halten zu Gnaden, keinen Schimmer.
Russland ist heute, eines afrikanischen Staates fast ebenbürtig.Hier müsste soviel erneuert, repariert,modernisiert werden ,das ich als umsichtiger President gar nicht wüsste, wo anfangen ?
Anstatt die Schlachten von gestern zu schlagen wünsche ich den Russen endlich eine Zivilgesellschaft mit einer menschenwürdigen Gesundheitsversorgung und weniger korrupte Staatsdiener.
Wenn eine Ärztin mit 20.000 Rub nach Hause geht,ihre Miete aber allein schon bei 35.000 liegt ist es in diesem Land verdammt schwer, anständig zu bleiben.
Nicht verkehrt währe als Russ.Regierung sich über andere Dinge zu definieren, wie den Kampf gegen das unsägliche Saufen in diesem Land.Das menschliche Elend was damit direkt zusammenhängt ist gar nicht zu Ermessen.Einen Tierschutz einzuführen wie es einer Zivilisation gut zu Gesicht stehen würde.
Lieber Franz, aus der Führerstadt Linz, ihre antifaschistische Deutschfeindlickeit ist in Russland dieser Tage gar nicht mehr gefragt.
Die einfachen Leute in meinem Bekanntenkreis wissen sehr wohl wer die Deutschen und Russen aufeinanderhetzte.
Mir ist hier in Russland als deutscher Expat in fast drei Jahren Aufenhalt, noch nicht ein böses Wort von Seiten der Russen entgegengebracht worden.
Immer wieder wird mir versichert bei Gesprächen "über Gott und die Welt" was wir Deutschen ,doch für große Humanisten seien.
Davon abgesehen hat die Bundeswehr weiß Gott nichts in Afghanistan zu suchen,das steht aber auf einem anderen Blatt.
Schreibe normalerweise keine Kommentare zu Russland ,möchte mich nicht in innere Angelegenheiten meines Gastlandes einmischen aber beim Lesen ihres Beitrages, hat es mir doch in den Fingern gejuckt.
2010.03.16 Maximilian Franz
Wie Ihre ganze Blattlinie, so finde ich auch diesen Artikel höchst tendenziös russlandfeindlich.
Ein berechtigter Stolz an der Niederwerfung der deutschen Faschisten im Mai ´45 durch die Rote Armee wird den Russen abgesprochen, zweifellos negative Aspekte, wie etwa der Umgang mit den Sowjetveteranen oder die Monumentalität der Parade jedoch unverhältnismäßig hervorgekehrt.
Das wäre so als berichte die Presse der RF ständig über die zunehmende Arbeitslosigkeit und Armut in Deutschland seit der Wiedervereinigung, oder von den zahlreichen Konflikten in der Welt, an denen die Bundeswehr seit 1991 teilnimmt oder gar aktiv Krieg führt (Afghanistan), obwohl einmal beteuert wurde, niemals mehr solle von deutschem Boden Krieg ausgehen ....
Das macht es einem schwer, an unabhängige Berichterstattung Ihrerseits zu glauben,
meint
Max Franz, Linz/D.